Ganzheitliche Psychotherapie und Psychosomatik

Im Sinne der Ganzheit des Menschen ist es mir ebenfalls wichtig, die anderen Aspekte des Menschen mit einzubeziehen. Viele, auch körperliche Symptome, können z.B. als Ausdruck eines Konflikes im Bereich der Gefühls- und Gedankenwelt verstanden werden. In meiner Arbeit steht daher der Grundgedanke, daß der Mensch nicht nur eine Ansammlung von Zellen ist, sondern ein komplexes und vielschichtiges Wesen, dass mit seiner Umgebung in Beziehung tritt. Daher kann meiner Meinung nach Heilung im Sinne von Ganz-sein nur möglich werden, wenn alle seine Aspekte in den Heilungsprozess mit einbezogen werden.

Viele Menschen sind der Auffassung, dass sie entweder etwas körperliches haben, oder etwas psychisches. In der Gesellschaft werden psychische "Probleme" daher immer noch tabuisiert. Für mein Verständnis ist dies die Psyche des Menschen aber nicht vom Körper zu trennen. Der Körper dient daher als eine Art Ausdrucksorgan für andere Aspekte des Menschen.

Der Mensch trennt das körpelich-sinnliche Empfinden von der Emotion ab und erkennt daher irgendwann den Zusammenhang nicht mehr. Der Heilungsweg liegt nun darin, diesen verloren gegangenen Zusammenhang wieder hergestellt und die Emotion wieder erlebbar zu machen.

Hinter jeder Emotion in diesem Bereich steht auch ein Glaubenssatz oder -muster im Mentalen Aspekt des Menschen. Der Verstand versucht oft unsere Gefühlsregungen zu stark zu kontrollieren (Hemmung v. Gefühlen) oder die Gefühle sind so stark, dass sie sich der Kontrolle entziehen und in einem nicht gesunden Masse ausgelebt werden.

Wir alle haben durch die Übernahme von Glaubensmustern unseren Blick auf die Welt eingeschränkt und tragen bildlich gesprochen »farbige Brillen«, die uns unsere Umwelt nur selektiv wahrnehmen lassen. Wir glauben dann oft, die Welt SEI so, wie wir sie sehen.

Neben der psychotherapeutischen und psychosomatischen Begleitung sehe ich für mich gerade eine wichtige Aufgabe darin, durch Krisen verschiedenen Ursprungs zu begleiten. Diese, oft als schmerzhaft wahrgenommenen Erfahrungen, beinhalten immer ein ungeheures Potential an Wachstum. Durch sie werden wir zwar ent-TÄUSCHT, dass heißt Täuschungen, denen wir bisher erlegen waren, kommen zu Tage und geben uns die Möglichkeit unser Leben neu zu betrachten und ihm einen neuen Weg zu geben und unsere Brille abzunehmen.

Dieser Weg kann durch unterschiedliche, individuell zusammengestellte Verfahren unterstützt werden. Hierzu zählen die Spagyrik, die Arbeit mit dem Atem, Entspannungsverfahren, systemische (Familien-) Aufstellungen, Vergebensarbeit, Trauer (-nach) bearbeitung, sowie künstlerisch-schöpferische Arbeit, die den eigenen Ausdruck und die Kreativität fördern. Hierdurch kann ein neuer Umgang mit Gefühlen wie Angst, Trauer oder Ärger und Wut erlernt werden, die ständige Gedankenflut und Grübeln kann zur Ruhe kommen und wir finden wieder mehr in unsere "Mitte". Aus dieser heraus schöpfen wir neue Kraft und Vitalität für Körper und Seele und Freude kehrt wieder ins Leben zurück.