Phytotherapie

Die Heilwirkung von Pflanzen für die Genesung und den Erhalt der Gesundheit zu nutzen, ist ein jahrtausende altes Wissen.
Die heutige Heilpflanzenkunde ist immer weiter entwickelt worden und in modernen Studien konnte die Wirksamheit von Pflanzen nachgewiesen werden. Ihr Einsatzgebiet ist schier unbegrenzt, »gegen jede Erkrankung ist ein Kraut gewachsen". Genutz werden verschiedene Pflanzenteile wie Wurzeln, Rinden, Blätter, Blüten, Früchte, oder auch das ganze Kraut.

Anwendungsmöglichkeiten: Der Einsatz reicht von natürlichen Antibiotika, Viren- und Pilzhemmenden Eigenschaften, über diuretische (harntreibende) Wirkungen bis hin zu immunstimulierenden und -regulierenden (antiallergischen, entzündungshemmenden) Eigenschaften und vielem mehr. Sie sorgen oftmals für eine Harmonisierung von Körperfunktionen ohne dabei unterdrückend zu wirken. Die Arztnei aus Pflanzen hat, wenn überhaupt, nur geringe unerwünschte Arzneiwirkungen (Nebenwirkungen).

Pharmakologen haben dieses unglaubliche Potential, welches wir noch lange nicht vollständig erschlossen haben, erkannt und suchen unaufhörlich nach weiteren Einsatzmöglichkeiten für einheimische und exotische Pflanzen. Dabei orientieren sie sich an dem alten Wissen vieler Völker und bestätigen nach und nach durch moderne Nachweisverfahren und Studien deren tatsächliche Wirksamkeit.

Art der Anwendung: Der Einsatz von Pflanzen kann innerlich in fester oder flüssiger Form (Tropfen, Tees) erfolgen, als Salbe äusserlich angewandt werden und nach Belieben auch in die tägliche Ernährung mit aufgenommen werden.

Ganzheitliche Sichtweise der Heilwirkung: Wie die Pflanzen, die die Quelle des Heilmittels darstellen, ist auch der Mensch durch des Prinzip geprägt, dass er einem ständigen Entfaltungsprozess unterliegt. Pflanzen gehen einem Lebensimpuls ohne zögern nach.

Wie auch im Pflanzenreich durchläuft auch der Menschen an bestimmten Punken in seinem Leben bestimmte Entwicklungsschritte (ähnlich der Wurzelbildung, Blattentfaltung, Blütenbildung bei Geschlechtsreife, Fruchtbildung zur Fortpflanzung etc.). Diese fordern ihn auf einen neuen Aspekt zu entfalten und zu leben und einen anderen abzuschliessen.

Der Mensch hemmt seine eigenen Wachtums- und Entfaltungsimpulse oftmals unbewußt durch seine Fähigkeit, über das "Morgen" nachzudenken, sich Sorgen zu machen, und daraus resultierend Entscheidungen z.B. aufzuschieben, oder zu vermeiden. Sind diese hemmenden Kräfte (Widerstände) zu groß, bleibt der Mensch bildlich gesehen auf seinem Lebensweg stehen. Als Folge können Symptome auftreten, die dem blockierten Lebensimpuls entsprechen und dem Menschen diesen vor Augen führen. Diese könnten wir also auch als Hilfe unseres Körpers auffassen, der uns daran erinnern möchte, welcher Schritt als nächstes gegangen werden möchte.

Die Pflanzenauszüge können dem Menschen in einer bestimmten Phase genau die Impulse zuführen, die er braucht, um auf seinem Lebensweg voranzuschreiten. Dabei verkörpern unterschiedliche Pflanzen auch unterschiedliche Aspekte, die, wie die Signaturenlehre besagt, in der "Gestalt" und Lebensweise der Pflanze erkennbar sind.

So dynammisieren sie den Aspekt, an dem der Mensch gerade hadert und helfen ihm, den nächsten Schritt zu gehen.